49. Mitgliederversammlung

02. Februar 2026

Neues Mitglied und neue Offensive

Wasserversorgung Vulkanland: Neues Mitglied und neue Offensive

Die 49. Mitgliederversammlung der „Wasserversorgung Vulkanland“ fand im Gasthof Prem in Gersdorf an der Feistritz, der südöstlichsten Gemeinde im Bezirk Weiz, statt. Für die Bürgermeister der südlichen Verbandsmitgliedsgemeinden glich die Teilnahme an der Versammlung einer Studienreise, waren manche doch noch nie in der aufstrebenden Kommune, in der nicht nur die Landwirtschaft – hier insbesondere der Obstbau –, sondern auch das Gewerbe floriert. Bürgermeister Erich Prem war voll des Lobes für den Wasserverband, der die gewerbliche Standortentwicklung erst ermögliche. So würde Egger Glas als potenter Arbeitgeber jährlich 17.000 Kubikmeter Wasser benötigen, die Gersdorf ohne Anbindung an ein übergeordnetes Wassernetz kaum garantieren könnte.

Digitalisierung

Verbandsobmann Bürgermeister Josef Ober führte souverän durch die Sitzung. Nach Verbandssanierung, Erneuerungsoffensive, Brunnenbau, Blackout-Vorsorge und Anbindung an ein gesamtsteirisches Wassernetz läutete er in der jüngsten Mitgliederversammlung die Digitalisierungsoffensive ein. „Noch moderner und intelligenter“ müsse der Verband werden, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Knapp 3,9 Millionen m³ Wasser lieferte der Verband 2025 an seine 36 Mitglieder.

Edelsbach ist Mitglied

In der Versammlung wurde die Gemeinde Edelsbach einstimmig als 37. Mitglied in die Wasserversorgung Vulkanland aufgenommen. Einstimmig war schließlich auch die Entscheidung für die 31-prozentige Beteiligung an der Transportleitung Steiermark Süd, die für noch mehr Versorgungssicherheit sorgen soll. Auch ein Grundsatzbeschluss zur Gründung eines Wassermanagements für den Süden der Steiermark wurde einstimmig gefasst.

Ehrung des Obmannes

Unabhängig davon zeigte Kassier LAbg. Franz Fartek, dass der Verband mehr als solide dastehe und 2028 schuldenfrei werde. Diese Handschrift wiederum sei mit einem Namen verbunden: Josef Ober. Die Mitgliederversammlung ehrte Ober für seine 30-jährige Obmannschaft mit einer besonderen Urkunde, auf der ein alter Wasserzähler montiert ist. In seiner bisherigen Amtszeit als Obmann wurden bereits knapp 75 Milliarden Liter Wasser an die mittlerweile rund 100.000 Menschen im Versorgungsgebiet geliefert. Ebenso geehrt wurden verdiente Mitarbeiter. Für die Geschäftsführung von Stefan Theissl gab es durchwegs Lob. Er präsentierte eine 10-Jahres-Vorschau für mehr Entwicklungssicherheit.

Wasserpreis

Ober appellierte an die Bürgermeister, einen für beide Seiten fairen Wasserpreis zu verrechnen. Ohne die Möglichkeit der Reinvestition in die gemeindeeigenen Netze sei die kommunale Wasserversorgung gefährdet. Und: Für einen viel zu niedrigen Wasserpreis höre man in der Regel kein Danke – dafür sei der Aufschrei im Falle einer nicht funktionierenden Wasserversorgung umso größer.