Versorgungssicherheit
Bürgermeister Johannes Suppan setzt beim Wasser auf Versorgungssicherheit. „Dazu gratuliere ich sehr herzlich. Die Bürger würden einen Ausfall nicht guttieren“, ist der Obmann der Wasserversorgung Vulkanland, Feldbachs Bürgermeister Josef Ober, überzeugt. Und, mit Anspielung auf den Klimawandel: „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt.“ Die Gemeinde Edelsbach ist damit die 35. Mitgliedsgemeinde des Wasserverbandes. Versorgt wird sie über das Ortsnetz der Stadtgemeinde Feldbach. In Paurach erfolgt ab Frühjahr die Wasserübergabe. Edelsbach investiert knapp eine Viertelmillion Euro in den Leitungsbau. Damit reagiert Edelsbachs Bürgermeister auf eine Vorgabe des Landes, die Wasserversorgung langfristig abzusichern. Das Land fordere zudem einen der Bevölkerung „zumutbaren Wasserpreis“, der die langfristige Absicherung der Versorgung finanziere, so Suppan. Daher werde der Kubikmeter Wasser, also 1.000 Liter Wasser, künftig von 1,50 auf 2,08 Euro netto angehoben. „Noch immer deutlich unter dem Mittel der Wasserpreise in den Gemeinden der Region“, verdeutlichte Verbandsgeschäftsführer Stefan Theissl.
Der Ausbau der Wasserversorgung über das Versorgungsgebiet Feldbach soll noch vor der Anbauzeit über die Bühne gehen. Mit 15 Tagen Bauzeit werde gerechnet. Feldbachs Bürgermeister Josef Ober stellte klar, dass diese „kooperative Lösung“ über die Stadtgemeinde die für alle Beteiligten günstigste Lösung für eine blackoutsichere Grundversorgung des neuen Verbandsmitgliedes sei. Die von Feldbach für Edelsbach aus eigenen Brunnen bereitgestellte Wassermenge werde von der Wasserversorgung Vulkanland ausgeglichen.
Obmann Josef Ober appellierte im Zuge der Präsentation des neuen Mitgliedes aber auch an die Bevölkerung: „Die Poolfüllzeit steht bevor. Wir sind nicht gegen Poolfüllungen, aber wir sind gegen Füllungen mit dem Feuerwehrschlauch. Ein Dreiviertelzollschlauch und eine Füllzeit über mehrere Tage würde helfen.“ „Dann müssen wir nicht 260 Liter pro Sekunde puffern“, ergänzte Theissl. Zum Vergleich: Der Durchschnittsverbrauch der Wasserversorgung Vulkanland liegt im Jahresschnitt bei 120 Litern pro Sekunde. Diese Spitzenentnahmen würden das Netz enorm belasten und können in Extremfällen durch Druckschläge zu Leitungsschäden bis hin zu Rohrbrüchen führen.
Personen am Foto (von li nach re): Stadtamtsdirektor Philipp Huemer, Bürgermeister Josef Ober, Bürgermeister Johannes Suppan, Verbandsgeschäftsführer Stefan Theissl