WASSER
Das Wasser
Die Jahreswasserabgabe von rund 2.570.000 m³ (82 Liter/sek) wird zu 90% aus Grundwasser sowie zu 10% aus artesischen Tiefwässern bzw. Karstwässern gefördert. 85% des Gesamtbedarfs werden aus eigenen Vorkommen gewonnen, der Rest wird von anderen Wasserwerken zugekauft. Die durchschnittliche Anschlußdichte an die öffentliche Wasserversorgung beträgt ca. 65%, während in den ausgebauten Netzen der Mitglieder eine Anschlußdichte von bis zu 100% erreicht wird.

Untersuchung im Labor
Die Wasserversorgung Grenzland Südost hat in den letzten Jahren die Eigenversorgung - mit dem Ziel, zusätzliche Kostenbelastungen für die Mitglieder zu vermeiden - weiter gestärkt.

Die behördlichen Untersuchungen erfolgen in regelmäßigen Intervallen. Die Befunde werden den Gemeinden zur Einsichtnahme übermittelt. Die Grenzwerte für Inhaltsstoffe in unserem Trinkwasser sind so festgelegt, daß bei Einhaltung der zulässigen Höchstkonzentration nach dem derzeitigen Wissensstand zu erwarten ist, daß auch bei lebenslangem täglichen Genuß keine Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen auftreten.

Nehmen Sie hier einen Einblick in den durchschnittlichen Tagesbedarf an Wasser eines Menschen.

BEFUNDEINSICHT
Hier haben Sie die Möglichkeit in die Trinkwasserbefunde einzusehen.
Detaillierter Befund
Wählen Sie das Mitglied aus, in dessen Untersuchung Sie Einsicht nehmen wollen.
Befunde Volluntersuchungen

TB Brunnen Mureck
Brunnen Gosdorf FW 1
Brunnen Fluttendorf 2
Brunnen Donnersdorf 1
HB Bad Gleichenberg
HB Gnas
HB St. Margarethen
HB Puch
HB Großhart
HB Auersbach
TRINKWASSER PARAMETER
Was sind Parameterwerte?
Parameterwerte sind zulässige Höchstkonzentrationen, die laut Gesetz (Trinkwasserverordnung 2001) nicht überschritten werden dürfen. Die Parameterwerte sind besonders niedrig angesetzt, damit auch bei lebenslangem täglichen Genuss keine gesundheitlichen Schäden auftreten.
Was sind Indikatorparameterwerte?
Indikatiorparameterwerte sind Richtwerte, die Gehalte an Inhaltsstoffen abgeben, bei deren Überschreitung zu prüfen ist ob bzw. welche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer einwandfreien Wasserbeschaffenheit erforderlich sind.
Farbe und Aussehen
Trinkwasser soll klar und farblos sein und keine Trübung aufweisen. Färbungen können auf eine mögliche Verunreinigung hinweisen.
Geruch
Der Geruch soll neutral sein, keinesfalls unangenehm z.B. faul oder modrig. Geruch kann auf gesundheitsschädliche Stoffe hinweisen.
Nitrat
Nitrat im Trinkwasser tritt bei landwirtschaftlicher Intensivnutzung (Überdüngung) sowie bei Abwasserversickerung auf. Trinkwasser mit einem Nitratgehalt von mehr als 50 mg/l ist für Säuglinge bis zum 4. Lebensmonat nicht geeignet. Das Abkochen hilft nicht!
pH-Wert
Der pH-Wert ist das Maß für den Säuregrad von Wasser. Meist bewegt er sich bei Trinkwasser im neutralen bis schwach alkalischen Bereich. (pH 7,0 bis 8,5)
Gesamthärte
Die Gesamthärte wird vom Gehalt des Wassers an Kalzium- und Magnesiumionen bestimmt. Die Härte wird in "deutsche Härtegrade" (dH°) angegeben. Bei zu niedrigen Werten hat das Wasser unter Umständen einen faden Geschmack. Höhere Härtegrade haben einen gesundheitlichen Vorteil, führen aber zu Kalkablagerungen und Kesselsteinbildung, höherem Seifenverbrauch und schlechter Kochbarkeit von Hülsenfrüchten usw.
Pestizide
Treten durch Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel auf. Der Grenzwert von 0.1 ug/l für alle Pestizide stellt einen hohen Sicherheitfaktor dar und bedeutet praktisch, dass kein Pestizid im Wasser vorhanden sein darf.
Härtestufen
Nach Verordnung der Waschmittelkennzeichnung gibt es drei Härtestufen:

I 0-10° dH, weiches bis mäßig hartes Wasser
II 10-16° dH, ziemlich hartes Wasser
III über 16° dH, hartes Wasser

Danach richtet sich die Dosierung der Waschmittel
Karbonathärte
Die Karbonathärte ist ein Teil der Gesamthärte und entspricht dem Gehalt an Calciumhydrogencarbonat (gelöster Kalk). Bei höherer Karbonathärte scheidet sich im Warmwasser (über 65°C) mehr Kalk ab.
Keimzahlen
Die Keimzahl gilt als Indikator für eine bakterielle Verunreinigung des Wassers. Fäkalkeime geben Hinweis auf ein mögliches Vorhandensein von Krankheitserregern und dürfen in 100 ml Trinkwasser nicht nachweisbar sein.
Eisen und Mangan
Äußern sich durch Färbung, Trübung und unangenehmen Geschmack. Sollten nur in geringen Mengen enthalten sein, können sonst zu Rohrverkrustingen und Problemen beim Wäschewaschen führen
Kalzium und Magnesium
sind die bedeutendsten Kationen im Trinkwasser und die Ursache der Wasserhärte. Diese Mineralstoffe sind wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen.
Chlorid
Chlorid gilt bei Auftreten höherer Werte als Zeichen einer Verunreinigung durch Abwässer oder Straßenstreusalze. Stark erhöhte Werte können korrosionsfördernd sein.
Sulfat
Sulfat kommt in verunreinigtem Wasser (Jauche, Harn und Deponieabflüsse) vor. Höhere Sulfatgehalte können aber auch geologisch (z.B. natürliche Gipslagerstätten) bedingt sein. Stark erhöhte Werte können korrosionsfördernd sein.
Fluorid
ist in den meisten natürlichen Wässern nur in geringer Konzentration enthalten.